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Lange Zeit war ich das klassische Opfer der Kosmetikindustrie. Ich hatte eine recht zickige Haut, die sich nicht entscheiden konnte ob sie noch in der Pubertät steckt oder doch schon etwas gereift daherkommt… Ein gefundenes Fressen für Kosmetikerinnen und Großkonzerne! Ich probierte einfach ALLES aus: die günstige Kosmetikeigenmarke aus der Drogerie, die hochpreisige High End Pflegeserie aus der Parfümerie, die Wunderwaffen aus dem Arsenal eines Münchener Anti-Aging-Instituts (man nennt das heute nicht mehr Kosmetikstudio…), dessen Preise durchaus Schnappatmung auslösen konnten. Gebracht hat das alles… NIX! Naja, ein bisschen was schon, also zumindest den abendlichen Höhenflug im Badezimmer beim Auftragen des flüssigen Golds.

So fing ich irgendwann damit an, mich mit der Materie „Haut“ genauer auseinanderzusetzen. Was braucht meine Haut eigentlich? Wie ist das mit Fett und Feuchtigkeit? Welche Enzyme, Proteine, Fettsäuren sind dafür verantwortlich, dass unsere Haut aussieht wie sie aussieht? Schnell blieb ich beim Thema Naturkosmetik hängen, da mir klar wurde, dass unsere Haut mit relativ wenig ziemlich zufrieden ist. Und dass es vermeintliche Wunderwaffen aus dem High-Tech-Labor gar nicht geben KANN! Zunächst führte mein Weg über diverse Naturkosmetikhersteller, also schon fertig gekaufte Kosmetik, wobei die Preisspanne hier der von konventioneller Kosmetik in nichts nachsteht…

Da ich von Haus aus eine Forschernatur bin und die Dinge gerne auseinandernehme, war es nur eine Frage der Zeit bis ich anfing, Kosmetikprodukte selber herzustellen. Ich kaufte mir Bücher zum Thema, las mich quer durch’s Internet und probierte immer neue Rohstoffe aus. Meine Leidenschaft für Pflanzen, vor allem Kräuter, wurde hierbei bestens bedient, ich fing an meine selbstgesammelten Wildkräuter nicht mehr nur zu Tees oder anderen Heilmittelchen zu verarbeiten sondern setzte Tinkturen und Mazerate an. Später kam noch eine Destille hinzu, und die ersten Hydrolate entstanden.

Auf dieser Seite möchte ich anderen Interessierten die Möglichkeit geben, Rezepte auszuprobieren, abzuwandeln, anzupassen und sich inspirieren zu lassen. Die Natur ist so vielfältig wie unsere Haut, die Möglichkeiten sind beinahe grenzenlos und es gibt unendlich viel Neues zu entdecken. Die Rezepte die ich veröffentliche, stammen allesamt von mir selbst und erfreuen sich ebenfalls im Familien- und Freundeskreis hoher Beliebtheit. Bei der Auswahl der verwendeten Inhaltsstoffe orientiere ich mich an für Naturkosmetik zugelassenen und zertifizierten Rohstoffen. Ich verwende weder Mineralölprodukte, Parabene oder künstliche Silikone. Eine „Ausnahme“ von der Naturkosmetik stellen für mich Parfümöle dar. Diese sind natürlich dermatologisch geprüft und für die Verwendung in Kosmetik zugelassen, jedoch streng genommen keine Naturkosmetik mehr. Ich liebe Düfte und wo es geht arbeite ich mit naturreinen ätherischen Ölen, jedoch sind hier natürlich gewisse olfaktorische Grenzen gesetzt. Hier und da erfreut ein Parfümöl meine Nase einfach deutlich mehr, vor allem in Seifen oder Badeprodukten. Ich möchte auf dieser Seite keinen Anspruch auf einwandfreie, zertifizierungsfähige Naturkosmetik stellen und wünsche mir auch von meinen LeserInnen, dass sie selbst wählen, was sie gerne verwenden möchten. Es gibt einige sehr hilfreiche Rohstoffe (Bsp.: Urea), die nicht nach naturkosmetischen Richtlinien hergestellt werden, und dennoch in manchen Formulierungen für mich unverzichtbar sind. Es geht mir vor allem um das Wissen, was in meinen Produkten enthalten ist, und die Freude an ihrer Herstellung… Dies, und nichts anderes, möchte ich auf Hazelwitch.de vermitteln.