Im Herbst und Winter bietet uns der Garten zwar nicht mehr den üppigen und bunten Anblick wie in den warmen Monaten, jedoch schenkt er uns ein paar der leckersten Früchte des Jahres! Quitten sind für mich ein absolutes Highlight, auf das ich mich das ganze Jahr freue. Von ihnen verarbeite ich alles, Kerne und Schalen in Auszügen für meine Naturkosmetik, das Fruchtfleisch koche ich klassisch zu Gelee aus.

Eine weitere Pflanze, die wir ab Herbst und den ganzen Winter hindurch frisch und knackig vom Feld bekommen können, ist die Schwarzwurzel. Oft wird sie auch als „Winterspargel“ bezeichnet, doch mit diesem ist sie überhaupt nicht verwandt. Die Schwarzwurzel ist ein Korbblütler, wie zum Beispiel auch der Topinambur. Diese beiden passen übrigens auch kulinarisch hervorragend zusammen, beide besitzen ein leicht nussiges Aroma und lassen sich auf vielfältige Weise zubereiten. Innerlich liefert uns die Schwarzwurzel reichlich Vitamine (A, C, E sowie verschiedene B-Vitamine) und Mineralien in Form von Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen.

Die herb – nussige Schwarzwurzel und die fruchtige Quitte sind traumhafte Partner, die zu Unrecht viel zu selten auf unseren Tellern landen. Abgerundet mit etwas Honig und Ingwer ergeben sie eine geniale Beilage zu typischen Wintergerichten wie Gans, Ente oder Wild.

Zubereitung für 1 Kg Schwarzwurzeln und etwa 600 g Quitten:


Das Wichtigste beim Schwarzwurzel schälen: Handschuhe! Unter der Schale verbirgt sich eine klebrige Milch…

Die Schwarzwurzeln zunächst gründlich waschen, meist sind sie recht gut in Erde verpackt. Anschließend schälen und in einen Topf mit Wasser und einem Spritzer Zitronensaft legen. Die Quitten ebenfalls schälen, achteln und die Stücke ins Wasser zu den Schwarzwurzeln geben. Topf auf den Herd stellen, aufkochen und etwa 10 Minuten kochen lassen, bis das Gemüse bissfest gegart ist.

Wasser abgießen, Gemüse gut abtropfen lassen und auf einem Backblech verteilen. Die Schwarzwurzeln dazu in etwa fünf Zentimeter lange Stücke schneiden. Mit Salz, Pfeffer und etwas Chili würzen, klein gehackten Ingwer darüber verteilen (etwa ein daumengroßes Stück). Nun vorsichtig mit Honig beträufeln (je nach Gusto, aber nicht übertreiben) und großzügig Olivenöl darüber verteilen. Mit den Händen alles gut einmassieren, und ab in den Ofen (auf 180 Grad vorgeheizt)!

Nach etwa 20 Minuten ist das Gemüse fertig! Besonders lecker schmeckt dazu Topinambur-Pürree und ein Salat aus Postelein… Saisonal kochen kann so einfach sein, und Wintergemüse ist alles andere als langweilig!

Und jetzt stellt euch nochmal die Weihnachtsgans vor, nicht wie sonst mit klassischem Blaukraut….